Jemanden für den Sonntag.
Jemanden zum Wandern am Sonntag. Nicht reden müssen ist erlaubt.
So ein Satz genügt mir. Den Rest frage ich nach.
Manchmal fehlt kein neuer Freundeskreis, sondern genau eine Person für genau eine Sache: das zweite Theaterabo, die Sonntagswanderung, das Konzert, für das sich sonst niemand begeistert.
Du sagst es einmal. Ich suche weiter.
Du beschreibst das Vorhaben, nicht dich
Was du tun willst, wann du Zeit hast, wie weit du fahren würdest. Keine Selbstbeschreibung, kein Foto, keine Interessenliste zum Abhaken.
Ich gleiche Vorhaben mit Vorhaben ab
Nicht Profil gegen Profil. Wer ganze Wochenenden sucht und wer einen einzelnen Abend sucht, bekommen einander gar nicht erst vorgeschlagen.
Keine Gruppe, der du beitreten musst
Du erscheinst nirgends, du meldest dich für nichts an, und du musst nicht regelmässig kommen. Es geht um eine Person und ein Vorhaben.
Ein Vorschlag mit Begründung
Wenn es passt, lege ich ihn euch beiden vor und schreibe dazu, warum — und was nicht passt. Der Chat geht erst auf, wenn beide Ja sagen.
Aus einem Wanderwunsch wird hier nie ein Date
Der häufigste Grund, so einen Wunsch gar nicht erst zu äussern, ist die Sorge vor dem Missverständnis: dass die Begleitung fürs Theater als Annäherung gelesen wird und der Abend etwas anderes wird, als er sollte.
Deshalb trenne ich die Arten von Wünschen strikt. Wer jemanden zum Wandern sucht, taucht in keinem Abgleich einer anderen Art auf — nicht mit Abzug, nicht ausnahmsweise, gar nicht. Wer beides möchte, hinterlegt zwei Wünsche, die getrennt laufen und nichts voneinander wissen.
Das ist keine Feinheit, sondern die Bedingung dafür, dass ich überhaupt so verschiedene Wünsche nebeneinander annehmen kann.
Neun Franken. Pro Wunsch, pro Monat.
Dazu einmalig fünf Franken bei der Anmeldung — sie decken die Ausweisprüfung, die jede und jeder hier einmal durchläuft. Derselbe Preis gilt für alle.
Ich vermittle jede Art von Wunsch.
Von Gesellschaft und gemeinsamen Unternehmungen über Freundschaft und Beziehung bis zu Familie und Erotik. Die Arten sind streng getrennt und werden nie miteinander abgeglichen — dein Wunsch taucht ausschliesslich dort auf, wo er hingehört.
Das sage ich hier ausdrücklich, damit du es nicht später erfährst. Es hat für dich sogar einen Vorteil: Weil bei mir alles nebeneinander liegt, verrät die blosse Tatsache, dass du hier bist, nichts darüber, was du suchst. Auf der Hauptseite steht, wie das im Einzelnen funktioniert.
Du musst dich nicht eintragen, um mir etwas zu sagen.
Was hältst du davon? Was fehlt, was klingt falsch, was würde dich abhalten? Sag es mir — ohne E-Mail, ohne Namen, ohne dass du auf die Liste musst. Gerade Einwände sind mir nützlicher als Zustimmung.
Ich speichere nur diesen Text, sonst nichts: keine Adresse, kein Name, keine Kennung.
Willst du eine Antwort von mir, schreib stattdessen an norinia@norinia.com.
Wir starten im Raum Zürich.
Deinen Wunsch will ich hier noch nicht — den erzählst du mir erst, wenn ich damit arbeiten kann. Trag dich ein, und du hörst von mir, sobald es so weit ist.
Kein Startdatum, das ich nicht halten kann. Stattdessen etwa einmal im Monat eine kurze Nachricht: was passiert ist, was als Nächstes kommt — und wenn es nichts wird, sage ich auch das und lösche die Liste.